Interview mit Nina Ryser, Geschäftsführerin Technologiepark Basel

„Das Stücki-Areal hat sich für uns als ideal erwiesen“


Was ist die Aufgabe des Technologieparks Basel?

Wir unterstützen junge Unternehmen aus Hightech-Branchen wie Life Sciences, Biotechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Cleantech in der Gründungs- und Wachstumsphase. Sie können bei uns ihren Flächen- und Infrastrukturbedarf zu vernünftigen Konditionen decken, erhalten Beratung und Support und haben so eine grössere Chance, sich auf dem Markt zu etablieren.

Weshalb hat sich der TPB für den Standort im Stücki entschieden?

Wir haben uns über vier Jahre Zeit gelassen und viele Gebäude geprüft. Am Schluss war für uns klar, dass wir nicht in ein historisches Areal ziehen wollten, sondern an einen neuen und repräsentativen Standort. Dies hat einerseits den Vorteil, dass das Areal nicht bereits vom Image einer früheren Besitzerfirma geprägt ist. Anderseits bieten neue Gebäude in der Regel bessere Ausbaubedingungen. Das Stücki-Areal hat sich für uns als ideal erwiesen. Es herrscht Aufbruchstimmung, die Haustechnik und Gebäudestrukturen weisen einen sehr hohen Standard auf und für Unternehmen aus Technologiebranchen wie Life Sciences bieten die Räume beste Voraussetzungen, speziell auch für Labors.

Ist das Umfeld mit Shopping, Kindertagesstätte, Fitness, Food-Angeboten und einem Hotel wichtig für den Technologiepark Basel?

Das vielseitige Umfeld trägt wesentlich zum innovativen Klima bei. Die Mitarbeitenden von Start-ups und in der Forschung fokussieren sich in der Regel sehr stark auf ihren Job. Da hilft es sehr, wenn sie in der direkten Nachbarschaft des Arbeitsorts alles vorfinden, um ihren Alltag zu organisieren. 

Welche anderen Standortfaktoren waren wichtig?

Das Stücki-Areal liegt sehr nahe bei der Autobahn und beim Flughafen. Das ist für Firmen, die international ausgerichtet sind, ein wesentliches Asset. Auch die Nähe zu Deutschland und Frankreich ist wichtig, weil der Arbeitsmarkt im Dreiländereck über die Grenzen hinausgeht.

Was gab auf baulicher und vertraglicher Seite den Ausschlag für die Standortwahl des Technologieparks Basel?

Die Gebäude auf dem Stücki-Areal weisen eine hohe Flexibilität auf. Je nach den Bedürfnissen der Mieterinnen und Mieter lassen sich die Räume massgeschneidert ausbauen und anpassen. Wir schätzen zudem sehr, dass es Flächenreserven für das Wachstum des Technologieparks und der bei uns eingemieteten Unternehmen gibt. Vertraglich ist die Flexibilität deshalb sehr hoch: Die Firmen können die Flächen dann mieten, wenn sie diese wirklich brauchen – und nicht teuer auf Vorrat.

Ergeben sich Synergien zwischen den Mietern im Technologiepark Basel?

Ja, auf jeden Fall – dies ist einer der Grundgedanken, die zur Gründung des Technologieparks führten. Die räumliche Nähe, die gemeinsame Küche etc. erleichtern den Erfahrungsaustausch, sei es zu fachlichen Fragen oder zur Finanzierung von Start-ups. Diese Kontakte funktionieren sehr gut und helfen oft weiter. 

Welche Dienstleistungen bieten Sie ihren Mieterinnen und Mietern an?

Wir betreiben einen repräsentativen Empfang. Zudem steht allen unser Auditorium offen, für Veranstaltungen, Vorträge etc. Auch Themen wie Reinigung, Wartung von Labors, Entsorgung, Post und Facility Management generell sind zentral geregelt.

Können die Mieterinnen und Mieter im Stücki Science Park davon ebenfalls profitieren?

Ja, das ist grundsätzlich möglich. Wir bieten individuelle Leistungspakete gemäss Bedarf. Dabei gelten Marktpreise.

Gibt es für die Mieter im Stücki Science Park noch andere Vorteile aus der Nähe zum Technologiepark Basel?

Ich denke, dass sich zwischen den Unternehmen bald rege Kontakte ergeben werden. Dieser Austausch wirkt für alle bereichernd. Hinzu kommt, dass das Stücki-Areal durch unsere Ansiedelung in der ganzen Region bereits einen positiven Namen hat.

Welche anderen Unternehmen/Branchen würden Sie sich auf dem Stücki-Areal noch wünschen?

Spannend sind für uns vor allem Hightech-Firmen, die an der Forschungsfront mit dabei sind. Das können Unternehmen aus dem Life-Sciences-Bereich sein, aus der Nanotechnologie, der Biotechnologie oder dem IT-Bereich. Interessant wären aber auch komplementäre Dienstleistungen wie spezialisierte Anwaltskanzleien, Finanzierungsspezialisten etc